Afterthought Heel

Die sogenannte Afterthought Heel wird in den Strumpf nachträglich eingestrickt. Das erste Mal habe ich im letzten Jahr bei den Adventskalendersocken diese Ferse gestrickt und finde die Idee gut, nachträglich die Ferse einzustricken, besonders wenn man Muster strickt. Sie sollte dann vom Prinzip her der Bumerangferse entsprechen. Die mag ich zwar nicht so gerne, aber sie funktioniert auch.

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Schon bei meinen letzten Afterthout Heels hat mich die mangelnde Passform gestört. Ich habe sie erst dieses Mal wieder nach Anleitung gestrickt, wieder passte die Ferse nicht gut. Also ein Stück geribbelt und anders abgenommen.

Hier nun meine abgewandelte Afterthought Heel:

Zur Vorbereitung der Ferse wird ein Restgarn an der Stelle eingestrickt, wo die Ferse dann nachträglich gearbeitet wird. Dafür wird während des Strickens über die Breite der zukünftigen Afterthought-Heel rechte Maschen gestrickt, bei 64 Maschen zum Beispiel nehme ich 32 Maschen. Diese Maschen werden dann direkt nochmal (also zurückstecken) mit dem Faden gestrickt, der gerade dran ist.

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Die Maschen auf die Nadeln nehmen (für mich am liebsten mit einem Nadelspiel), falls zusätzliche Maschen an den Ecken zur Vermeidung von Löchern aufgenommen wurden, diese in den ersten Runden zusammenstricken. Dann zunächst sechs Runden stricken. Jetzt kommen die Abnahmen, ich stricke immer wie bei der Bandspitze die letzten beiden Maschen der ersten Ecknadel zusammen, die ersten beiden Maschen der nächsten Nadel entweder rechts verschränkt zusammen oder eine abheben, nächste Masche stricken und die abgehobene Masche darüberziehen. Und das natürlich auf beiden Seiten.

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Zweimal jede vierte Runde, einmal dritte Runde, zweimal zweite Runde und und fünfmal jede Runde abnehmen. Dann habe ich die restlichen Maschen mit dem Kitchener Stitch zusammengenäht, eine gute Erklärung mit Video gibt es bei Purl Soho.
Und jetzt passt mir die Ferse auch.

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