Klosterknopftage oder wie ich lernte einige Posamentenknöpfe zu wickeln

Eigentlich sollte ich darüber gar nichts schreiben, die Klosterknopftage sind so schön, dass sie vielleicht besser ein Geheimtipp bleiben sollten. Aber andererseits kann ich euch das nicht vorenthalten und möchte hiermit nur eine klare Empfehlung aussprechen. In einem wunderschönen Dominikanerinnenkloster in Wettenhausen konnten 11 Kursteilnehmerinnen ein Wochenende lang Posamentenknöpfe erstellen. Das war sehr entspannt und kreativ. Das Kloster selbst wirkt fast wie stehengeblieben, die Dominikanerinnen, die dort leben und das Kloster betreiben, sind fast alle im Rentenalter. Die sehr gepflegte Möblierung erinnerte vielfach an die eigenen Großeltern. Besonders beeindruckt haben mich die in allen Räumen prächtigen Stuckdecken. Wir durften bei der Klosterführung den Kreuzgang besichtigen, dieser ist wunderschön mit Stuck und Deckengemälden dekoriert.

Schließlich lernten wir auch die Bibliothek kennen, in der wir uns in den folgenden Tagen meistens aufhielten. An einem großen Tisch hatte Sandra für jeden Teilnehmer ein liebevoll zusammengestelltes Knopfmacherkistchen zusammengestellt. Und dann ging es auch gleich los, nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnten wir mit dem ersten Knopf beginnen. Das ist mein erster gewickelter Knopf:

Die Rohlinge, über die das Garn gewickelt wird, sind entweder aus Holz oder aus Alu. Die Holzformen gibt es in flacher oder gewölbter Form. Die fertigen Knöpfe wirken je nach Form ganz unterschiedlich. Gewickelt wird mit bunten Baumwollgarnen. Ganz wesentlicher Bestandteil ist eine Art Knopfwickelgriff, mit dem man die Knöpfe während der Arbeit festhalten kann.

Meine Knopfausbeute nach dem Wochenende:

Das Material kann man hier bestellen. Jede Menge toller Knöpfe sieht man ebenfalls auf den Seiten der Posamentenknopf Manufaktur. Das Knopfwickeln ist eine schöne kleine Arbeit, man wird in absehbarer Zeit fertig. Anleitungen zum Knöpfewickeln sind in dem Buch Posamentenknöpfe * veröffentlicht, bei dem unsere Kursleiterin Sandra-Janine Müller wesentlich mitgewirkt hat.

Kommentare sind geschlossen.